Kampfmittelerkundung bei der Deutschen Bahn
Grenzen geophysikalischer Verfahren im Gleis und ihre Folgen für die Baupraxis
Die Kampfmittelerkundung ist ein wesentlicher Bestandteil moderner Bahnbaumaßnahmen der Deutschen Bahn. Insbesondere bei Korridorsanierungen führt die historische Vorbelastung vieler Bahntrassen durch Luftangriffe des Zweiten Weltkriegs zu erhöhten Anforderungen an die Risikoanalyse, Erkundung und Räumung von Kampfmitteln. Im unmittelbaren Gleisbereich sind die Möglichkeiten geophysikalischer Verfahren aufgrund der vorhandenen Bahninfrastruktur stark eingeschränkt. Daher kommen häufig das Georadarverfahren sowie bei tiefen Eingriffen Bohrlochsondierungen zum Einsatz. Deren Aussagekraft wird jedoch durch geologische Randbedingungen und technische Störeinflüsse begrenzt. Zusätzliche Herausforderungen ergeben sich aus knappen Sperrzeiten, komplexer Baustellenlogistik und betrieblichen Anforderungen.
| DOI: | https://doi.org/10.37307/j.1864-8371.2026.03.04 |
| Lizenz: | ESV-Lizenz |
| ISSN: | 1864-8371 |
| Ausgabe / Jahr: | 3 / 2026 |
| Veröffentlicht: | 2026-08-10 |