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Kolloidale Aktivkohle für die In-situ-Sanierung von PFAS-kontaminierten Grundwasserleitern

Die oberflächenaktiven, öl- und wasserabstoßenden Eigenschaften der per- und polyfluorierten Alkylverbindungen (PFAS) sowie ihre hohe chemische Stabilität sorgen für eine weitreichende Verwendung in vielen Gütern des alltäglichen und industriellen Bedarfs. Der Einsatz in Feuerlöschmitteln ist dabei von besonderer Umweltrelevanz. Durch die umfangreiche Anwendung der als krebserregend geltenden Stoffgruppe kam es weit verbreitet zu sanierungsbedürftigen Grundwasserkontaminationen. PFAS kommen in der Natur nicht vor und werden auch mikrobiologisch nicht abgebaut. Sie sind zudem im Boden und Grundwasser äußerst mobil.

Within the BMBF-funded project CONTASORB novel materials for in situ remediation of PFAS were developed and tested in laboratory to pilot field scale. In-situ sorption barriers based on injectable colloidal activated carbon can stop fast advancing PFAS plumes in an effective and sustained manner. Here, tailoring carbon surface chemistry provides an optimized and highly efficient adsorbent for PFAS anions. A method for estimating the longevity of in-situ sorption barriers based on retardation factors for individual PFAS is presented. In the field test, the injection of 180 kg Intraplex® activated carbon strongly reduced PFAS sum concentrations in groundwater over the whole monitoring period.

DOI: https://doi.org/10.37307/j.1864-8371.2020.06.04
Lizenz: ESV-Lizenz
ISSN: 1864-8371
Ausgabe / Jahr: 6 / 2020
Veröffentlicht: 2020-12-01